Schloss und Landschaftsgarten zu Machern

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Der Landschaftsgarten entstand in seiner heutigen Gestalt und Ausdehnung im Wesentlichen in den Jahren zwischen 1782 und 1797. Eine Zeit, in der sich die freien und natürlichen Gedanken in der Gartenkunst durchsetzten. Der Garten gehört damit neben dem Wörlitzer Park zu den frühesten Parks in Deutschland, die im englischen Stil angelegt wurden.

Carl Graf von Lindenau erweiterte die bis 1782 vorhandene Gartenanlage um das Schloss, das „Englische Dreieck“ und die Eremitage erheblich. Mit Unterstützung der gräflichen Gärtner Nehring und Gerstenberger pflanzte er meist ausländische Gehölze und gestaltete die englische Anlage mit Schneckenberg, Schildkrötenteich, Schießwand, Schießhäuschen und dem Monument für die Frau Mutter des Grafen. Nach einer Reise des Grafen Lindenau im Jahre 1792 nach England verstärkten sich die Aktivitäten zur Gestaltung des Gartens. Vermutlich brachte der Graf viele Anregungen zur Gartengestaltung von seiner Reise mit. E.W. Glasewald (Architekt und Bauinspektor) stand ab 1792 im Dienst des Grafen und entwarf nach dessen Vorstellungen unterschiedliche Gartengebäude –Szenerien (Orangerie, Bauernhaus, Wilhelmsruhe, Pyramide). In den Jahren 1795/96 entstand die Ritterburg. Die Gartengestaltung unter Graf Lindenau fand ihren Abschluss mit der Errichtung des Tempels der Hygieia (griechische Göttin der Gesundheit) im Jahr 1797. Die Pflanzungen des Gartens zeichneten sich durch eine Vielzahl verschiedener, vor allem ausländischer Pflanzen, aus.
Im Jahr 1806 ging das Rittergut Machern in den Besitz des Kaufmanns G.W. Schnetger über. Die Familie Schnetger erhielt den Park in seiner vorhandenen Gestalt, fügte ihm lediglich den Agnestempel am Nordufer des Schwemmteiches hinzu.
Bei dem Durchstich der Macherner Höhen im Zusammenhang mit dem Bau der Eisenbahnstrecke ab 1836 kam es zu einer Zerstörung der natürlichen Grundwasserführung, die u.a. das Versiegen der Quelle des Wallteiches zur Folge hatte.

Quelle: www.gemeindemachern.de/landschaftsgarten-machern-sehenswürdigkeiten

 

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